Wissenschaftliche Arbeit zur Aquatischen Körperarbeit

Karla Caspers, Ärztin am Klinikum Herdecke, schreibt ihre Doktorarbeit über die Aquatische Körperarbeit. Sie schreibt: Unter dem Titel: "Aquatische Körperarbeit und Schmerz" wurde eine prospektive Beobachtungsstudie von der Ethikkommission der Universität Witten/Herdecke bewilligt. Sie wird durchgeführt über das Institut für Komplementärmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, welches ein kooperierendes Krankenhaus der Uni Witten/Herdecke ist. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit soll die Wirksamkeit der Aquatischen Körperarbeit untersucht werden im Hinblick auf die Reduktion des Medikamentenverbrauchs und die Verbesserung der Lebensqualität. Unsere Patienten kommen größtenteils aus der grossen hiesigen Schmerzambulanz, jedoch können auch Menschen mit schweren chronischen Schmerzen (Klasifikation Gerbershagen III) aus ganz Deutschland teilehmen. Sie kommen dann entweder in den Intensivphasen wochenweise nach Herdecke oder arbeiten unter meiner Supervision mit einem unserer WATSU-Praktizierenden am Heimatort. Geplant ist die Studienteilnahme von 100 bis 200 Patienten innerhalb von 2 – 3 Jahren. Die Wasserphase dauert 16 Therapiestunden lang. Mit der ehrenamtlichen Hilfe vieler WATSU-Praktizierenden aus dem In- und Ausland haben wir nun fast 100 Patienten zusammen. Ich möchte noch bis 200 kommen, denn im Sommer 2008 beginnt meine halbe Stelle, dann kann ich ruhiger anfangen zu schreiben. Folgende Theorien über die Aquatische Körperarbeit sollen in der Studie genauer beleuchtet werden:

  • Vom warmen Wasser unterstützt, und von der Therapeutin atemsynchron rhythmisch bewegt und gehalten, soll es möglich sein, alte Halte- und Bewegungsmuster, die für die Schmerzerkrankung mitverantwortlich sind, aufzulösen und physiologische Bewegungsmuster wieder zu erlernen.
  • Durch den tiefen Entspannungszustand und den Bewegungsfluss während der Stunde im körperwarmen Wasser können die Patienten eine neue Art und Weise erfahren, in ihrem Körper zu „sein“, und somit sowohl mit seinen Möglichkeiten als auch mit seinen Einchränkungen im Alltag besser umgehen lernen.
  • Das Gefühl tiefen Vertrauens (in die behandelnde Person, das „Wasser, in sich selbst und das Leben im Allgemeinen, das in den Therapiestunden wiederholt erlebt wird, kann im täglichen Leben weitergetragen werden.
  • So kann es die Patienten befähigen, dem täglichen Leben aktiver und mit mehr Selbstvertrauen gegenüber zu stehen.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen Lehrstuhl für Medizintheorie und Konmplementämedizin am GKH Ärztliche Leitung bin ich. Herzliche Einladung zur Mitarbeit